Versteck.
 
Ich sitze hier
Versteckt
In den Bäumen
Der Vergangenheit.
Meine Füße schmerzen.
Der Ast,
Der sich wiegt,
Ist der Ast,
Der bleiben wird.
Ich sitze hier
Allein
In den Bäumen
Der Vergangenheit.

Ich spüre sie,
Die Zeit,
Die sich langsam
Um mein Dasein webt
Und die Stille,
Die ich höre,
Ist der Atem
Meines Selbst.
Ich spüre sie,
Die Zeit,
Die sich verwebt.

Die Bäume
Raunen
Die Geschichten,
Die mich frieren.
Das Versteck
Wird zu schnell
Zur Einzelhaft.

Ich sitze hier
Versteckt
In den Worten
Meiner Einsamkeit.
Meine Ohren schmerzen.
Der Klang,
Der verzeiht,
Stellt die Weichen
Der Ewigkeit.
Und ich sitze
Versteckt
Hinter Worten
Meiner Einsamkeit.

13/05/05