I need a shelter to build an altar
away from all Osamas and Bushes...
(Björk - Mouth's cradle)

Bombe.

Es berührt die welke Blume, nennt sie Heimat und trägt sie überall mit hin. Bis Routine ihre Blätter pflückt sie liebt mich, sie liebt mich nicht und ihr Abbild sich in jeder Pfütze spiegelt. Es wird hart wie der Donner der einsamen Nacht. Heut explodiert mein Kopf und meine Gedanken tanzen Ballet zu Tschaikowsky.
Es gibt keine Namen. Heute, Mutter, habe ich die Erde weinen sehen, als goldene Ähren auf meinen Balkon wehten und sich stumm an den Händen hielten. Und sieh die leere Kanzel es ist nicht ihr letzter Ruf, also halte dich bereit, denn heute explodiert mein Kopf und sogar wenn ich laufe, stehe ich still.

Er verliert die welke Blume; manchmal ist es schon Nacht bevor ich weiß, dass es ihn gibt. Mutter, was sagtest du noch, als ich das letzte Mal weinte, vor dir stand mit diesen schmutzigen Füßen, ohne Bad und ohne einen Koffer, nicht mal ein Buch hatte ich dabei. Ich kam aus der Steppe, dort hatte ich einen französischen Flieger auf seiner letzten geheimnisvollen Reise begleitet und ihm geholfen, seine Geschichte und sein Leben zu verschleiern, damit er endlich die Maske, die sein Herz verdeckte, abnehmen und in einem tiefen See versenken konnte. Ich sah ihm zu, wie er sich von einer Schlange beißen ließ und seine Hand zum Himmel hob, bevor der Garten sich hinter ihm verschloss. Ich werde es nicht verraten, Mutter, deine Worte liegen still in einer Truhe, die zersprang, als ich das Feuer entdeckte.

Sie pflückt die stolze Rose, trocknet sie und hängt ihr Herz daran, während meine Zeituhr tickt-tack-tick-tackt und einsame Herzen zählt tausende sind es, nicht wahr, Mutter, jeden Tag stirbt eines deiner Kinder und sie weinen nicht mehr, denn es wird kälter, seit wir alles kaufen können. Ich habe Geld in meiner Manteltasche und singe alte Stones-Stücke. Die Straße vor mir wölbt sich gar nicht schüchtern um die Erde, um die Ecke, direkt vor die Toren ihrer Villen, ihrer fünfeckigen Bauten, ihrer weißen Wände und alten, ausgedienten Sonnenuhren. Ich male Kreuze wie Schachbretter, schiebe Menschen hin und her und wieder zurück in die leeren Räume, in denen sie ihre Herzen abgeben können, bevor sie fühlen. Sie zahlen für den Tod und lächeln in kleinen, funkelnden Kästen, als der Himmel schwarz-rot-leer wird und warme Körper in den Flammen verglühen.

Es übersieht die welke Blume, tritt sie nieder und wirft mit brennenden Steinen, ich gebe Unterricht an ihren Schulen, zähle leise die Tage, die noch bleiben. Ich webe Geschichten aus Zündschnüren, alles Dunkle ist ihr Feind, stummes Grün zieht sich blau an und verkauft geschmacklose Eiscreme. In den Gärten spielen all jene Verstecken, die sich nicht trauen, aufzutauchen und gerade zu stehen. Kennst du den Schatten, Mutter, der sich an die Hauswand lehnt und dessen Lächeln jeden Stern überstrahlt. Ich habe gesehen, wo er abends hingeht, doch ich behalte es für mich, denn dort, wo er ist, stehen dunkle Monster Schlange. Und wer es wagt, Liebe zu säen, wird die Sense kennen lernen, sobald die Samen Früchte tragen. Schwarzweiß sind alle Bilder auf ihren Altären, nur Gut und Böse kennen ihre Götter, und Mitleid wurde auf dem Schwarzmarkt ausverkauft. Bezahle die Macht mit Blut und Heiligkeit, Glauben und dem Sündenfall jeder wird damit geboren, außer die, die als Kinder schön Frösche fingen, um sie anzuzünden, und gelernt haben, dass vereint sein heißt, die richtige Saisonfarbe zu tragen und schöne Gesichter zu verehren.

Deine Kinder haben mich erschaffen, Mutter
ich bin die Bombe.
Alles, was ich zerreiße, gehört dir und mir, Mutter
ich bin die Bombe.