Schlagsahne.

Heute verliebe ich mich in meine Worte, weil keiner sie liebt. Sie schlagen Schlagsahne auf Terrassenbänken, erzählen seichte Geschichten aus einer anderen Welt, formen liebevolle Liebesperlen mit den knochigen Fingern sie essen nicht mehr, seit mir Salat aus meinem Kopf heraus wächst. Weil sie verhungern, reiche ich ihnen Wein, gegen die Schmerzen, gegen die Welt, gegen Wahrheit und Realität. Heute schlief der Sandmann bei mir und erzählte ein trauriges Geheimnis, das ich versprach zu wahren, bis ich sterbe.
Aus der Rinne unter meinem Fenster schallen schattenhafte Lieder, ich nippe am Wein von gestern. Er schmeckt nach Lebkuchen. Klavierspielhände, die nicht Klavier spielen und ich lächle über meine Worte, das Lächeln der Verliebten, die den ganzen Tag Sonnenuntergänge sehen. Am Meer habe ich etwas verloren, es zieht mich immer dorthin. Der Sand umspült meine Füße, die Wellen sind lauter als mein Herzschlag, der Wind macht mich taub und blind. Ich sage meinen Worten Zärtlichkeiten, weil niemand das tut. Sie essen Lebkuchen mit Schlagsahne.